Der Rohrstock und ich

Dieses Erlebnis ist etwas über ein Jahr her. Es ist meine erste Züchtigung, die mir meine masochistische Veranlagung bewiesen hat. Wenn ich es lese, werde ich immer etwas sentimental. Meine Erfahrungen kommen mir in den Sinn und die Entwicklung, die ich als Sklavin durchgemacht habe. Ich habe mich so verändert und doch sehe ich in den Worten die Wurzeln der Frau, die ich heute bin. Nach diesem Ereignis habe ich meinen ersten Text über BDSM geschrieben, um das Erlebte zu verarbeiten. Er ist der Grundstein, auf dem dieser Blog ruht und deswegen möchte ich ihn mit dir teilen. Außerdem kommt er in dem Manuskript zu meinem BDSM-Roman vor, den ich bis Ende des Jahres veröffentlichen werde. Es ist eine teilweise autobiographische Geschichte über die Entwicklung zur TPE-Sklavin.

Der Rohrstock und mein erster Flug

Er steht vor mir. Mit dem Rohrstock in der Hand. Sieht auf mich herab, wie ich auf dem Sofa vor ihm knie. Ich habe Angst und er weiß es. Den Schmerz, der gleich auf mich zukommt, kenne ich nicht. Es soll sehr wehtun. Ich glaube nicht, dass ich besonders masochistisch veranlagt bin. Er befiehlt mir kühl, meine Strumpfhose runter zu ziehen, damit er mich besser schlagen kann. Natürlich soll ich es selbst machen. In dem Bewusstsein, was auf mich zukommt. Die Erniedrigung provoziert mich und macht mich etwas trotzig. Ich zögere einen Moment, aber gehorche schließlich. Als ich mich für ihn langsam entblöße, blicke ich ihm in die Augen. Er soll meine Verunsicherung und die Wut sehen. Das ist mein Geschenk an ihn.

Er wirkt unheimlich stark, ich fühle eine tiefe Demut. Gleich werde ich mich ihm hingeben, den Schmerz ertragen. Ich soll mich umdrehen und füge mich seinem Befehl. Nach ein paar Schlägen mit der flachen Hand spüre ich den Rohrstock das erste Mal. Es tut wirklich weh. Es ist kein dumpfer Schmerz, sondern ein heißer und brennender. Mein Körper spannt sich vor Angst an. Erst durch den nächsten Schlag wird er erlöst – nur um sich sofort wieder zu verkrampfen. Der Moment, in dem der Schmerz einsetzt, lässt mich erstarren. Das Atmen fällt mir schwer.

Ich versuche zu entspannen, denn das macht es leichter. Wenn eine kurze Zeit zwischen den Schlägen liegt, erholt sich das strapazierte Gewebe etwas und ich kann mich auf den eintreffenden Reiz vorbereiten. Schlimm sind die kurzen schnellen Schläge auf eine Stelle. Es brennt wie Feuer und zieht dann durch den ganzen Körper. Es tut so weh, dass ich richtig sauer werde. Doch das hilft mir leider nicht. Er lässt sich zwischen den Schlägen wieder kurze Augenblicke Zeit und ich kann mich ein wenig sammeln. Es macht mich geil auf den nächsten Treffer zu warten. Wann wird er kommen? Wo wird er landen? Es ist eine süße Angst, die ich ganz auskoste. Ich mag die heftigeren Schläge im längeren Intervall sehr. Als es beim nächsten Mal wieder kurz und schnell wird, bleibt mir die Luft zum Atmen weg. Auf das, was danach kommt, bin ich nicht vorbereitet…

Eine heiße Welle durchströmt meinen Körper und ich fange an zu schwitzen. Ich habe das Gefühl mein Körper löst sich auf, fühle mich leicht und unglaublich frei. Ich will mehr. Alles andere verliert an Bedeutung. Es gibt nur noch ihn und mich und den Rohrstock. Dieses böse kleine Instrument, das ich zu hassen beginne. Jede Schmerzwelle trägt mich noch weiter mit sich davon. Ich habe Angst und sehne mich danach. Will keine Schmerzen mehr, aber möchte auch nicht, dass es aufhört. Ich versuche mich zu konzentrieren, das Gefühl zu kanalisieren. Ich muss auf meine Atmung achten. Richtig atmen hilft, aber es tut so weh. Mein Körper reagiert auf die Schläge, er windet sich unter ihnen, verkrampft und zuckt. Irgendwie schaffe ich es mich immer wieder aufzurichten, um mich meinem Herrn zu präsentieren. Haltung bewahren wird eine gute Übung für die Zukunft. Und richtig atmen.

Seine Finger in mir treiben mich noch weiter in meiner Ekstase an. Mein Fötzchen ist ein bisschen wund von der Dehnung gestern. Wobei nicht wirklich wund, nur um ein vielfaches empfindlicher. Es ist geil. Ich weiß nicht, ob ich es noch länger aushalte, aber ich will es unbedingt. Er erlaubt mir zu kommen. Lieber böser Herr. Der Schmerz hält den Orgasmus nur kurz zurück und dann explodiere ich. Es ist der Wahnsinn. Intensiver als alles, was ich bisher kannte. Mein Körper zittert unkontrolliert. Ich weiß nicht mehr, ob mir heiß oder kalt ist. Im Wechsel zwischen Hitze und Kälte, bekomme ich Gänsehaut.

Wir hören erst auf, als er es sagt. Warum hört er auf…!? Ich will nicht, dass er aufhört. Oder will ich es doch? Ich weiß es nicht, denn ich kann nicht mehr denken. Das muss ich auch nicht. Nicht jetzt. Ich spüre wieder diese unglaubliche Demut. Er blickt auf mich herab und hält mir seine Hand hin. Das haben wir noch nicht gemacht, aber intuitiv weiß ich, ich soll die Hand küssen, die mich schlägt. Er braucht selten viele Worte, um mir zu zeigen, was er von mir erwartet. Ich hasse ihn für seine stille Art mich zu erniedrigen. Sie ist viel schlimmer als jedes böse Wort. Unmissverständlich. Es macht mich wahnsinnig wütend und deswegen liebe ich ihn so sehr. Es ist einer der Gründe, warum gerade er diesen Zugang zu mir hat. Ich werde mich nach und nach von ihm konditionieren lassen, ohne sein Ziel zu kennen. Ich denke nicht, dass ich abschätzen kann, was er mit mir vor hat. Die Motte fliegt zum Licht.

Die Züchtigung hat einen heftigen Effekt auf mich, obwohl ich sie freiwillig ertragen habe. Mein Respekt vor ihm ist gewachsen, Demut durchströmt jede Faser meines Körpers. Er hat das Recht mich zu schlagen und er wird es nutzen. Es ist ein Unterschied es einfach nur zu wissen, oder es bereits gespürt zu haben. Ich fühle mich schwach, verletzlich und ausgeliefert. Vielleicht hat es mir bewusst gemacht, dass ich von seinem Willen abhängig bin. Mehr noch als zuvor. Trotzdem bin ich auch stolz. Ich habe es ertragen, obwohl ich Angst hatte. Für ihn. In meiner Schwäche fühle ich mich seltsam stark und würdevoll.

Ich finde, ich hab mein erstes Mal Rohrstock sehr gut gemacht. Es war auch nicht so schlimm, wie ich befürchtet hatte. Es ist nur ein merkwürdiges Gefühl, dass es mich so erregt hat. Eigentlich will ich Schmerz nicht mögen und das mache ich auch nicht wirklich. Nur die Reaktion meines Körpers darauf. Gerade habe ich einen Punkt in mir entdeckt, den ich überschreiten muss, damit es schön wird. Kurz davor ist es sogar am Schlimmsten. So wie die dunkelste Stunde des Tages kurz vor Morgengrauen ist. Danach erträgt der Körper viel mehr. Es erfordert ein bisschen Selbstbeherrschung und Mut, um dorthin zu gelangen, aber es lohnt sich.

Eine Weile steht er einfach nur da. Dann legt er den Rohrstock beiseite. Dabei lässt er mich keine Sekunde aus den Augen. Ich bin noch zu verwirrt, um etwas sagen zu können. Langsam setzt er sich zu mir auf die Couch und ich schmiege mich in seine Arme. Es tut gut seine Nähe zu spüren. Er gibt mir Schmerz und er gibt mir Geborgenheit.
„Na, meine Kleine, wie hat es dir gefallen?“
„Das weiß ich noch nicht“, nuschele ich in sein Hemd. In Wahrheit liebe ich es. Das möchte ich aber jetzt nicht zugeben.
„Du bist bestimmt vorsichtig gewesen“, überlege ich laut. Er nickt.
„Ein bisschen, aber nicht allzu sehr. Ich habe an deiner Reaktion gesehen, dass du mehr verträgst. Hast du nicht gerade noch erzählt, du seist nicht maso? Das solltest du nochmal überdenken. Ich glaube, da schlummert sehr viel mehr in dir.“ Er lacht warm und wissend.
Ich weiß, dass er Recht hat. Trotzdem habe ich Angst. Ob die Motte ahnt, dass sie sich ihre Flügel verbrennen wird?

Bemerkenswert

Der Plug und die Sklavin

Der Schmerz jagt durch meinen Körper. Ich habe das Gefühl es zerreißt mich. Seine Hand liegt auf meinem Rücken. An der beginnenden Wölbung zu meinem Po. Mit sanftem Druck hält er meinen Körper in Position. Leise Worte dringen wie durch einen dichten Nebel in meine Ohren. Ich verstehe die Bedeutung nicht. Mein Arsch ist schon ganz wund von dem kleinen Plug, den ich den Tag über getragen habe. Das bin ich nicht gewohnt und nun kommt auch noch der Große. Er ist fünfzehn Zentimeter lang und vier breit. Das ist nicht viel, aber ich bin eng. Langsam schiebt er ihn immer tiefer. Es tut weh, doch er wird weitermachen. Beruhigend spricht er auf mich ein. Ich fühle mich wie ein Haustier, das gezwungen ist, die unangenehme Behandlung seines liebevollen Besitzers über sich ergehen zu lassen. Es erregt mich.

Mir muss nicht alles gefallen, was mit mir geschieht. Mein Körper gehört ihm und dient seiner Lust. Er wird damit tun, was auch immer er will. Was ich möchte, spielt keine Rolle. Also versuche ich mich zu entspannen. Das ist gar nicht so leicht, wenn man Angst hat. Mir bleibt keine Wahl. Auf Armen und Knien abgestützt, hocke ich nackt vor ihm. Er ist noch angezogen. Das allein ist schon erniedrigend und damit Ausdruck des Machtgefälles zwischen uns. Ich liebe es nackt vor meinem Herrn zu kriechen. Den Schmerz dulde ich bereitwillig und kämpfe gleichzeitig gegen den Drang an, mich ihm zu entziehen. Beinahe schaffe ich es, doch dann verliere ich die Kontrolle und winde mich auf dem Bett. Ich bin eine schlechte Sklavin. In meiner Enttäuschung über mich selbst wimmere ich leise. Dann richte ich mich wieder auf, damit er weitermachen kann. Er ist der Herr. Ich habe dafür zu sorgen, dass ich benutzbar bin. Tiefe Dankbarkeit für seine Geduld erfüllt mich. Er könnte grober, er könnte rücksichtsloser sein. Er hat die Macht, es ist sein Recht.

Behutsam beginnt er von Neuem den Plug einzuführen. Er dreht ihn, um das enge Loch zu dehnen. Ein kurzer, heftiger Schmerz und es gehorcht. Das böse Ding gleitet tiefer in mich hinein, aber ganz ist es noch nicht geschafft. Es entlockt mir ein leidvolles Stöhnen. Danach wird der Schmerz erträglicher und ich konzentriere mich brav darauf, entspannt zu bleiben. Für ihn ebenso, wie für mich selbst. Wenn ich jetzt verkrampfe, dann wird es richtig weh tun. Seine Stimme leitet mich durch meine Angst.
„Ja, gut. Gleich hast du es geschafft. Er ist fast drin.“ Flüstert er mir ins Ohr. Ich spüre seinen Atem in meinem Nacken, seine starke Hand auf meinem Rücken. Der Plug dreht sich noch ein paar Mal und flutscht schließlich mit der breitesten Stelle in meinen Arsch. Ich stöhne laut auf, ohne mir sicher zu sein, ob vor Erregung oder vor Schmerz. Das darauf folgende Lob erfüllt mich mit Stolz. Ich bin eine gute Sklavin und er ist ein guter Herr, denn er lässt mich nicht unnötig leiden. Er macht es mir leicht, gehorsam zu sein. Obwohl er so viel brutaler sein könnte.

Nachdem ich mich auf den Rücken gedreht habe, spreize ich meine Beine weit und beginne, an meinem Kitzler zu spielen. Natürlich frage ich vorher. Ich darf mich nicht ohne Erlaubnis selbst berühren. Von dem Plug führt ein Schlauch zur Hand meines Herrn. Dort befindet sich die Pumpe. Von oben herab lächelt er mich an und drückt zu. Eins. Der Plug in mir dehnt sich aus. Zwei. Ich spüre, wie ich enger werde. Drei. Noch ein Stöhnen dringt über meine Lippen. Mein Fötzchen ist schon ganz feucht. Er legt den Schlauch aufs Bett und steht auf. Dabei bleibt sein Blick auf mich gerichtet. Er wirkt wie ein mächtiges Raubtier, das im Begriff ist seine Beute zu reißen. Ich höre, wie sich ein Gürtel löst und eine Hose aufgeht. Meine Augen sind nur kurz geschlossen. Jetzt sind sie wieder geöffnet und auf ihn fixiert. Sehnsuchtsvoll ziehe ich meine Schamlippen auseinander, um mich ihm zu präsentieren. Nun liege ich offen vor ihm, um ihn zu empfangen und in mir aufzunehmen. Falls dort noch Platz ist.

Er gleitet zwischen meine Schenkel und presst sie weiter auseinander. Dann dringt sein harter Schwanz in mich ein. Ich sehe ihn die ganze Zeit an. Er soll wissen, was es mit mir macht, in meine Seele schauen, während ich mich ihm hingebe. Vollkommen freiwillig lässt sich die Beute erlegen. Vier. Es pulsiert heiß in mir, während er tiefer in mich dringt. Er stößt gierig zu. Seine Augen leuchten und die Wärme in ihnen weicht einer kühlen Härte. Der Sadist in ihm will mich nehmen, mich benutzen, sich an mir befriedigen. Fünf. Wie viele Zentimeter der Plug jetzt wohl hat? Er füllt meinen engen Arsch ganz aus. Vollkommen gestopft liege ich vor dem bösen Prinzen. Ich bin ihm hilflos ausgeliefert.
„Bitte nicht noch mehr. Ich weiß nicht, ob ich das kann“, flüstere ich ergeben „bitte.“
Er grinst mich an. Der sechste Luftstoß bringt mich etwas zum Jammern. Dann legt er die Pumpe beiseite und fickt mich heftig.

Devote Liebe

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Dominanz

Ein Blick, eine Geste, ein leises Wort. Gebiete, mein Herr, und ich werde folgen. Meine Liebe ist mein Geschenk an dich und mit ihr bekommst du auch mein Leben. Manchmal genieße ich es einfach, dich dabei zu beobachten, wie du derjenige bist, der du bist. Mit all deinen Stärken und Schwächen. Einige behaupten vielleicht, ein Herr habe keine Schwächen. Das halte ich für sehr falsch. Devote Liebe kennt die Fehler und liebt sie ebenso, wie den Rest.

Du bist wunderschön für mich. Du bist mein Fels in der Brandung, mein Hafen und mein Anker. Du gibst mir Kraft, wenn ich mich schwach fühle. Im selben Maß, in dem du mir dieses Gefühl schenkst, vertraue ich mich dir an. Schritt für Schritt wird dein Wille der meine. Dinge, die ich mir gerade noch nicht vorstellen konnte, beginnen mich zu erregen. Ich weiß, was das bedeutet: Nun hast du meine Hingabe. Sie ist ein zartes Pflänzchen, das gepflegt werden will. Dann wächst sie und erblüht zu strahlender Schönheit.

Ich öffne mich deinen Berührungen, wenn es dir danach verlangt. Ich öffne mich dem Schmerz, der Geilheit, den Demütigungen, wenn du es wünschst. Denn ich gehöre dir. Nicht aufgrund der Worte, die zwischen uns gefallen sind, sondern weil ich dich von ganzem Herzen liebe. Es ist eine tiefe, eine leidenschaftlich Liebe. Es ist devote Liebe. Sie hinterfragt nicht, wehrt sich nicht, sie akzeptiert und passt sich an. Es ist keine Überwindung nötig, um deiner Lust zu dienen. Es ist mein Schicksal und meine Bestimmung und indem ich dir gerecht werde, werde ich auch mir selbst gerecht.

Dafür hast du gekämpft und mit diesem Kampf hast du dir verdient, wonach es so vielen verlangt. Hingabe ist ein Geschenk, das errungen werden muss. Dann ist sie grenzenlos. Ein Blick, ein leises Wort, eine Geste. Gebiete, mein Herr, und ich werde folgen. Ich bin deine Sklavin, dein Miststück, deine Geliebte. Ich werde sein, was auch immer du dir wünscht. Das ist meine devote Liebe. Das ist mein Geschenk an dich, das ich vor deine Füße lege. So wie mich selbst.

Dein Wunsch ist mir Befehl

Mit klackenden Absätzen gehe ich über den Asphalt. Ich trage ein kurzes Kleidchen. Darunter halterlose Strümpfe und einen String. Der Metallreif liegt schwer auf meiner Haut. Es ist Sommer. Die Hochhäuser um mich herum ragen in ein wolkenloses Blau. Ich genieße die Blicke der Männer. Manche riskieren es nur, mich verstohlen zu beobachten und erschrecken, wenn sie bemerken, dass ich sie ganz offen ansehe. Für sie bin ich eine femme fatale. Bei dem Gedanken muss ich Lächeln, denn in den richtigen Händen bin ich gehorsam und zahm. Sie haben keine Ahnung, wozu ein Mann mich bringen kann. Meine Abgründe würden sie erschrecken. Ich brauche jemanden, der mich erschrickt. Er kann es. Immer wieder findet er neue Grenzen, die er mich überschreiten lässt. Wir sind gleich in einer Bar verabredet. Bei dem schönen Wetter können wir draußen sitzen. Der brummende Verkehr an der großen Straße stört mich nicht. Ich bin ein Kind der Stadt.

An den hohen Tischen drängen sich schon einige Menschen. Trotzdem finden wir einen Tisch nur für uns. Zur Begrüßung fasst er mir unter den Rock.
„Warum trägst du einen Slip?“, fragt er missbilligend.
„Er ist sehr hübsch. Ich wollte dich überraschen.“ Verlegen sehe ich auf den Tisch. Manchmal vergesse ich noch, dass ich fragen muss.
„Dann zeig ihn mir gleich jetzt,“ sagt er bestimmt. Ich reiße fassungslos meine Augen auf, unfähig zu sprechen.
„Du ziehst ihn hier am Tisch aus und gibst ihn mir.“ Seine ruhige Stimme lässt keinen Zweifel daran, dass ich keine Wahl habe. Also gehorche ich.

Nun bin ich es, die verstohlen um sich blickt. Ich versuche mich unauffällig zu bewegen, während ich den Stoff an meinen Beinen herabziehe und ihn über die Pumps streife. Ich zerknülle ihn in einer Hand, um ihn meinem Herrn zu reichen. Im selben Moment steht der Kellner vor uns und serviert uns das Bier, das wir bestellt haben. Souverän geht er über die Situation hinweg. Sicher hat er schon ganz andere Dinge gesehen. Das Bier ist erfrischend. Mir ist warm. Ich bin mir nicht ganz sicher, ob es an ihm oder an dem Wetter liegt. Er befiehlt mir, meine Handflächen auf den Tisch zu legen. Das ist eine Fesselung, die wir geübt haben. Jede unerlaubte Bewegung wird mit heftigem Schmerz bestraft. Mittlerweile würde ich mir lieber die Hände abhacken, als mich nur einen Millimeter zu rühren. Dann soll ich meine Augen schließen. Auch das mache ich gefügig.
„Ich werde jetzt deinen Slip betrachten. Ich glaube, ich halte ihn in die Sonne. Obwohl es dir sicher lieber wäre, ich würde das unter dem Tisch machen.“ Ein breites Grinsen liegt in seiner Stimme.
Er will mich verunsichern und schafft es natürlich. Ich kann mir nicht vorstellen, dass er den schwarzen Stoff über den Tisch hält, aber ganz sicher bin ich mir auch nicht. Ich kämpfe gegen den Drang an, meine Augen zu öffnen. Die Fesselung ist gemein.

„Du bist ja schon feucht hier her gekommen“, stellt er fest „mittlerweile trieft dein Fötzchen wahrscheinlich vor Geilheit.“ Natürlich weiß er das. Er kennt mich.
Mit der Verzweiflung kommt die Lust. Ich liebe es seine Macht zu spüren, durch sein Wort gebunden zu sein, Angst vor ihm zu haben. Kaum halte ich es aus, die Augen geschlossen zu lassen. Die Stimmen der Menschen um uns herum, dringen wie aus weiter Ferne in mein Bewusstsein. Seh ich sie nicht, sehen sie mich nicht. Etwas in mir weiß, dass das albern ist. Trotzdem kommt es mir ein bisschen so vor. Der Rest Scham in mir lässt mich noch geiler werden. Ich hasse diesen Mann und ich ihn liebe ihn.

„Du darfst für mich kommen, Sklavin. Ich zähle runter und wehe du bewegst dich.“ Seine Stimme ist leise und bedrohlich. Ich möchte hier nicht kommen. Es ist mitten am Tag. Ich schäme mich so sehr, doch widersprechen ist keine Option.
Als ich sein ruhiges drei höre, spanne ich meinen Beckenboden an und lasse wieder los. Ich wiederhole die Übung in einem gleichmäßigen Rhythmus. Die Bank muss ich wohl reinigen, sobald ich aufgestanden bin.

„Zwei.“ Ich höre ihn lächeln. Das erregt mich noch mehr. Mit zusammengepressten Lippen stöhne ich still. Er lässt sich etwas Zeit, denn er sieht mir an, wie weit ich bin. Ich genieße das Wissen, dass er mich so gut kennt. Ich denke an seinen harten Schwanz und stelle mir vor, dass er in mich eindringt. Im selben Rhythmus, den ich durch meine Kontraktionen vorgebe.

„Eins.“ Gleich bin ich soweit. Ich konzentriere mich etwas darauf, dass mir niemand ansieht, was da gerade geschieht. Vielleicht funktioniert es, aber das ist gar nicht mehr so wichtig. Der Orgasmus kommt und ich lasse mich hineinfallen, als er endlich „jetzt“ sagt. Ein leises Wimmern kann ich dabei nicht unterdrücken. Gleich danach kommt die Scham zurück. Ich habe die Fesselung nicht gelöst.

„Du darfst dich bewegen,“ sagt er knapp. Langsam öffne ich die Augen.

Entwürdigt

Ich krieche auf allen Vieren, wie ein Tier. Nackt. Mit verbundenen Augen. Angeleint. Irgendwo da oben stehst du, mein Herr. Ich spüre, ich ahne deine Anwesenheit. Du bist ganz still. Lässt dir Zeit. Genießt den demütig entwürdigten Anblick, den ich dir biete. Meine Muskeln sind angespannt. Ich habe Angst. Schutzlos ausgeliefert. Ich weiß, du trägst den Anzug, den ich so an dir mag. Eine blasse Erinnerung an ein vergangenes ich. Ich rieche meine Angst und dein After Shave. Ich höre es knacken. Meine Sinne sind geschärft. Adrenalin jagt durch meine Adern. Du bist ganz still. Es macht mich wahnsinnig, doch was spielt das noch für eine Rolle. Ich bin an einem Ort, an dem der Wahnsinn eine Alternative wird.

Du hast den Rohrstock in der Hand. Lässt ihn über meinen Rücken gleiten, meine Schenkel entlang zwischen die Beine. Du sagst nichts, aber das ist auch gar nicht nötig. Mit sanftem Druck führt der Stock in deiner Hand meinen Körper. Du hebst und senkst bis du zufrieden mit meiner Position bist. Ich folge. Der Stock dirigiert mich und ich tanze. Tanze wie eine Puppe an den Fäden, die du ziehst. Du bist ganz still. Warum sagst du nichts, mein Herr. Bitte lass mich deine feste Stimme hören, damit sie mich aus dem Dunkel holt. Es ist Nacht um mich herum geworden. Du bist der Stern, dem ich folge. Auf der Suche nach dem Licht. Ich weiß, es ist da. Ich kann mich daran erinnern. Zu lang her. Zu weit weg. Wer bin ich? Ein Mensch, ein Tier, dein Eigentum. Nichts. Ich löse mich auf und füge mich zusammen. Schön in meiner Demut. Anmutig in meiner Erniedrigung.
Plötzlich macht der Rohrstock eine schnelle Bewegung. Ich zucke. Nichts passiert. Du hast Zeit. Genießt meine Angst. Du streichelst mich mit dem Stock. Ich mag es, wenn du so liebevoll und zärtlich bist. Mit Liebendem Blick siehst du auf mich herab. Mit den gleichen Augen, die meinen Schmerz sehen wollen. Es beruhigt mich zu wissen, dass du da bist. Mir kann nichts passieren, wenn du bei mir bist. Außer der Schmerz. Der Stock schneidet die Luft. Ich höre es. Dann brennende Haut. Manchmal ist die Angst vor dem Schmerz schlimmer als der Schmerz selbst. Du bist ganz still. Der Stock korrigiert meine Position. Es ist demütigend, doch ich folge brav. So willst du mich haben und so bin ich.

Du schlägst mich wieder und wieder. Ich versuche meinen Körper zu halten, wie du es möchtest. Es gelingt nicht immer. Dann ist der Stock da. Ich zucke, krampfe und stöhne in wilden Orgasmen. Oh, süßer, böser Schmerz. Ich ergebe mich. Zwischendurch deutest du den Schlag nur an. Angst und dein Genuss daran. Unser Genuss daran. Es macht mich geil. Kalter Schweiß klebt auf meiner warmen Haut. Ich spüre kleine Tropfen an ihr herabrinnen. Unter mir ist der kühle Boden. Eine Insel der Sicherheit in meinem Flug. Die Welt ist noch da. Du bist ganz still. Ganz still. Mein Fels in der Brandung. Mein Hafen. Heil und Unheil zugleich. Ich mag dieses ruhige, langsame Spiel. Denn es ist mehr als ein Spiel. So viel mehr. Du erziehst mich und ich lasse mich von dir erziehen. Blicke, Gesten, leise Worte. Deine Stimme fehlt mir, mein Herr. Und je mehr ich da hineinwachse, desto leichter und selbstverständlicher wird es. Ich denke gar nicht mehr darüber nach. Folge einfach und ohne Zögern. Dein Wille ist Gebot. Das Spiel wird perfektioniert. Kann nur Ausdruck, nur Folge sein. Von dem was zwischen uns ist. Herr und sklavin. Innig verbunden durch viel mehr als die Leine um meinen Hals. Du behütest mich und ich diene dir. Liebe und leide für dich. Koste diese bitter-süßen Freuden ekstatisch aus.

Der Schmerz trägt mich auf ruhigen Wogen mit sich davon. Ich stöhne und wimmere. Es beruhigt mich, dass du dich davon nicht beirren lässt. Ich drifte immer tiefer, immer weiter in mein lustvolles Leid. Bis ich aufhöre zu denken. Ich existiere nur noch in einem Augenblick. Alles andere um mich herum hört auf zu sein. Du bist ganz still. Schlägst mich nicht mehr. Bitte hör nicht auf. Noch nicht. Der Stock streift sanft meine geschundene Haut. Ich liege erschöpft auf dem Boden vor dir. Keine Kraft für Haltung. Du bist zufrieden. Ich spüre deinen Blick auf mir. Ruhe.

Halsreif

Eine Erinnerung
Ich gehe ins Badezimmer und lasse das Kleidchen an meinem Körper hinuntergleiten. In meiner Nacktheit werde ich mir des Halsbandes bewusst, das ich für meinen Herrn trage. Obwohl ich diese Momente mittlerweile kenne, trifft mich die Erkenntnis immer wieder neu: Es ist nicht mehr mein Körper. Ich kenne ihn, er ist mir vertraut und doch fühlt er sich nun fremd an. Der Ring der O klimpert, als ich in die Dusche steige. Ich gehöre meinem Herrn. Das heiße Wasser tropft an mir herunter. Es fließt in sanfter Liebkosung über mein Gesicht, meinen Hals entlang und über meine Brüste hinunter zwischen meine Schenkel. Ich sehne mich nach seinen Berührungen. Es hat etwas heiliges mich einzuseifen, als würde ich eine Opfergabe für ihre Bestimmung vorbereiten. Ich achte sorgfältig darauf, dass meine Löcher sauber sind. Damit er sie benutzen kann.

Vor einiger Zeit war es nur ein vages Konzept. Eine Sehnsucht. Doch nun entfaltet es langsam einen mächtigen Zauber. Mein Körper ist seins, ich bin seins. Gebunden durch seine Magie, spüre ich Fesseln, die niemand sehen kann. Demut ergreift mich und ich richte mich auf. Er will mich stolz und stark in meiner Erniedrigung, auch wenn er meine Schwäche liebt. Manchmal noch verblasst dieses Gefühl, aber nur um mich dann in seiner Endgültigkeit erneut zu packen. Ich frage mich, was mit mir geschehen wird. Wie weit noch, dieses Gefühl, und damit auch er, von mir Besitz ergreift. Ich ahne, dass es erst der Anfang ist und ich fürchte mich davor. Gleichzeitig aber empfinde ich eine bedingungslose Bereitschaft, die meine Angst augenblicklich wieder verschwinden lässt.

Das Halsband liegt schwer um meinen Hals. Der Ring der O klimpert bei jeder Bewegung. Ich bin seine sklavin. Es liegt nun bei ihm, was mit mir und meinem Körper geschieht. Ich diene ihm voller Hingabe, Lust, Demut und Liebe. Dankbar für all das, was nur er mir zu schenken im Stande ist. Ich kann wünschen und hoffen, aber nicht mehr wollen. Denn das liegt allein bei ihm, bei meinem Herrn.

Devot

Er ist immer bei mir. Gerade sitze ich in der Bahn. Es ist morgens und Müdigkeit sitzt noch in meinen Gliedern. Ich trage Unterwäsche, weil er es mir erlaubt hat. Die schwarze Spitze auf meiner Haut fühlt sich warm und weich an. Sie bringt mich dazu an ihn zu denken und lässt mich die Menschen um mich herum vergessen. Vor meinem inneren Auge spielt sich ein Film ab, in dem er die Hauptrolle besetzt. Demut durchströmt mich heiß und schwer. Wieder einmal wird mir klar, dass ich ihm mit jeder Faser meines Selbst gehöre.

Es fühlt sich so natürlich, so richtig an. Manchmal vergesse ich sogar, dass es seine Ketten sind, die ich trage. Denn ich trage sie aus freien Stücken und mit Stolz. Selbst wenn er physisch nicht bei mir ist, spüre ich seine Macht über mich. Mein freier Wille hört genau dort auf, wo seine Regeln beginnen. Doch ich empfinde es nicht als Zwang, sondern als Freiheit. Ich fürchte auch keine Strafe. Er kann alles mit mir machen. Ich genieße den Schmerz, den er mir zufügt. Ich genieße seine Erniedrigungen. Manchmal will er mich leiden sehen. Ich glaube er mag es, wenn ich für ihn leide und mein Leid aus Hingabe akzeptiere. Manchmal will er mir einfach nur meinen Platz zeigen. Mich daran erinnern, wo ich hingehöre. All das ist gut und wichtig für uns. Ich gehorche und finde Ruhe und Geborgenheit in meiner Demut.

Die schlimmste Strafe ist allein seine Enttäuschung. Sie erfüllt mich mit Scham, denn mein Wunsch ist es, meinem Herrn eine gute sklavin zu sein. Deswegen reichen ein Blick, ein leises Wort oder eine kleine Geste von ihm, um mich in die Schranken zu weisen. Das ist meine Art devot zu sein. Das ist meine Art, mich meinem Herrn hinzugeben.

Mittlerweile ist es undenkbar für mich, ihm zu widersprechen. Mittlerweile habe ich begriffen, dass das ich selbst bin. So wie ich immer war und immer sein werde. Ich habe nur auf ihn gewartet, auf seinen Kuss aus Schmerz und Liebe, der mich weckt und mir zeigt, wer ich wirklich bin. Was ich wirklich bin: sein Eigentum, seine sklavin, seine Dienerin.

Meine Angst ist deine Macht

Ich knie vor dir. Ängstlich wartend. Erregt hoffend. Mein Blick bleibt gesenkt, bis du mit deiner starken Hand mein Gesicht zu dir erhebst. Deine Augen leuchten gierig. Ich weiß, dass du mich gleich nehmen wirst. Beobachte dich dabei, wie du mich betrachtest. Du kannst mit mir machen, was du willst. Ich gehöre dir und diene deinem Verlangen. Es macht mich immer ein wenig unsicher, obwohl es mir so sehr gefällt.

Vielleicht möchtest du mir heute weh tun. Vielleicht möchtest du mich auch nur mit meiner Lust quälen, von einem Orgasmus in den nächsten treiben. Vielleicht möchtest du mich Demütigen. Es liegt allein bei dir, was mit mir geschieht. Ich bin dein Eigentum. Gefügig beuge ich mich deinem Willen. Ich weiß nicht, was du heute mit mir vorhast. Ich fürchte mich davor und sehne mich danach. Erneut senke ich meinen Blick vor dir. Meine Hände sind durch dein Wort hinter meinem Rücken gebunden. Ich löse sie erst, als du es forderst. So gehört es sich für eine Kajira.

Du holst die Manschetten hervor und ich reiche dir langsam, aber ohne jedes Zögern, meine Hände. Ich sehe gerne dabei zu, wie du mich fesselst. Es ist ein Ritual, durch das ich mich vollkommen in deine Macht begebe. Freiwillig überantworte ich dir meinen Körper. Du bist wunderschön. So stark und voll maskuliner Kraft. Du lächelst mich siegessicher an, während du mich nach hinten drückst, um mich an das Bett zu binden. Nun bin ich dir ausgeliefert. Deiner Lust, deinem Willen, deinen Händen, deinem Schwanz.

Ich liege zuckend und stöhnend unter dir. Gebe mich bereitwillig jeder deiner Berührungen hin, empfange dich und den Schmerz, den du mir schenkst. Ich möchte mich gegen ihn wehren, doch er macht mich geil. Trägt mich mit sich davon in einen besinnungslosen Rausch. Du ohrfeigst mich, während du heftig in mich eindringst. Es gefällt dir, mich zusammenzucken zu sehen. Meine Angst ist deine Macht. Ich fühle mich schwach und in meiner Schwäche ergreifst du Besitz von mir. Nimm mich, geliebter Herr. Bis du genug von mir hast und ich dankbar in deinen liebenden Armen einschlafen darf. Nimm mich und erlöse mich von dem Verlangen, dass du in mir weckst. Ich gehöre dir allein.