Bemerkenswert

Der Plug und die Sklavin

Der Schmerz jagt durch meinen Körper. Ich habe das Gefühl es zerreißt mich. Seine Hand liegt auf meinem Rücken. An der beginnenden Wölbung zu meinem Po. Mit sanftem Druck hält er meinen Körper in Position. Leise Worte dringen wie durch einen dichten Nebel in meine Ohren. Ich verstehe die Bedeutung nicht. Mein Arsch ist schon ganz wund von dem kleinen Plug, den ich den Tag über getragen habe. Das bin ich nicht gewohnt und nun kommt auch noch der Große. Er ist fünfzehn Zentimeter lang und vier breit. Das ist nicht viel, aber ich bin eng. Langsam schiebt er ihn immer tiefer. Es tut weh, doch er wird weitermachen. Beruhigend spricht er auf mich ein. Ich fühle mich wie ein Haustier, das gezwungen ist, die unangenehme Behandlung seines liebevollen Besitzers über sich ergehen zu lassen. Es erregt mich.

Mir muss nicht alles gefallen, was mit mir geschieht. Mein Körper gehört ihm und dient seiner Lust. Er wird damit tun, was auch immer er will. Was ich möchte, spielt keine Rolle. Also versuche ich mich zu entspannen. Das ist gar nicht so leicht, wenn man Angst hat. Mir bleibt keine Wahl. Auf Armen und Knien abgestützt, hocke ich nackt vor ihm. Er ist noch angezogen. Das allein ist schon erniedrigend und damit Ausdruck des Machtgefälles zwischen uns. Ich liebe es nackt vor meinem Herrn zu kriechen. Den Schmerz dulde ich bereitwillig und kämpfe gleichzeitig gegen den Drang an, mich ihm zu entziehen. Beinahe schaffe ich es, doch dann verliere ich die Kontrolle und winde mich auf dem Bett. Ich bin eine schlechte Sklavin. In meiner Enttäuschung über mich selbst wimmere ich leise. Dann richte ich mich wieder auf, damit er weitermachen kann. Er ist der Herr. Ich habe dafür zu sorgen, dass ich benutzbar bin. Tiefe Dankbarkeit für seine Geduld erfüllt mich. Er könnte grober, er könnte rücksichtsloser sein. Er hat die Macht, es ist sein Recht.

Behutsam beginnt er von Neuem den Plug einzuführen. Er dreht ihn, um das enge Loch zu dehnen. Ein kurzer, heftiger Schmerz und es gehorcht. Das böse Ding gleitet tiefer in mich hinein, aber ganz ist es noch nicht geschafft. Es entlockt mir ein leidvolles Stöhnen. Danach wird der Schmerz erträglicher und ich konzentriere mich brav darauf, entspannt zu bleiben. Für ihn ebenso, wie für mich selbst. Wenn ich jetzt verkrampfe, dann wird es richtig weh tun. Seine Stimme leitet mich durch meine Angst.
„Ja, gut. Gleich hast du es geschafft. Er ist fast drin.“ Flüstert er mir ins Ohr. Ich spüre seinen Atem in meinem Nacken, seine starke Hand auf meinem Rücken. Der Plug dreht sich noch ein paar Mal und flutscht schließlich mit der breitesten Stelle in meinen Arsch. Ich stöhne laut auf, ohne mir sicher zu sein, ob vor Erregung oder vor Schmerz. Das darauf folgende Lob erfüllt mich mit Stolz. Ich bin eine gute Sklavin und er ist ein guter Herr, denn er lässt mich nicht unnötig leiden. Er macht es mir leicht, gehorsam zu sein. Obwohl er so viel brutaler sein könnte.

Nachdem ich mich auf den Rücken gedreht habe, spreize ich meine Beine weit und beginne, an meinem Kitzler zu spielen. Natürlich frage ich vorher. Ich darf mich nicht ohne Erlaubnis selbst berühren. Von dem Plug führt ein Schlauch zur Hand meines Herrn. Dort befindet sich die Pumpe. Von oben herab lächelt er mich an und drückt zu. Eins. Der Plug in mir dehnt sich aus. Zwei. Ich spüre, wie ich enger werde. Drei. Noch ein Stöhnen dringt über meine Lippen. Mein Fötzchen ist schon ganz feucht. Er legt den Schlauch aufs Bett und steht auf. Dabei bleibt sein Blick auf mich gerichtet. Er wirkt wie ein mächtiges Raubtier, das im Begriff ist seine Beute zu reißen. Ich höre, wie sich ein Gürtel löst und eine Hose aufgeht. Meine Augen sind nur kurz geschlossen. Jetzt sind sie wieder geöffnet und auf ihn fixiert. Sehnsuchtsvoll ziehe ich meine Schamlippen auseinander, um mich ihm zu präsentieren. Nun liege ich offen vor ihm, um ihn zu empfangen und in mir aufzunehmen. Falls dort noch Platz ist.

Er gleitet zwischen meine Schenkel und presst sie weiter auseinander. Dann dringt sein harter Schwanz in mich ein. Ich sehe ihn die ganze Zeit an. Er soll wissen, was es mit mir macht, in meine Seele schauen, während ich mich ihm hingebe. Vollkommen freiwillig lässt sich die Beute erlegen. Vier. Es pulsiert heiß in mir, während er tiefer in mich dringt. Er stößt gierig zu. Seine Augen leuchten und die Wärme in ihnen weicht einer kühlen Härte. Der Sadist in ihm will mich nehmen, mich benutzen, sich an mir befriedigen. Fünf. Wie viele Zentimeter der Plug jetzt wohl hat? Er füllt meinen engen Arsch ganz aus. Vollkommen gestopft liege ich vor dem bösen Prinzen. Ich bin ihm hilflos ausgeliefert.
„Bitte nicht noch mehr. Ich weiß nicht, ob ich das kann“, flüstere ich ergeben „bitte.“
Er grinst mich an. Der sechste Luftstoß bringt mich etwas zum Jammern. Dann legt er die Pumpe beiseite und fickt mich heftig.

Devote Liebe

Ich denke an dich. Immerzu denke ich an dich. Manchmal fange ich dabei an zu weinen. Nicht weil ich traurig bin. Nicht weil ich dich vermisse. Sondern weil die Gefühle so intensiv sind. Weil es sich so schön anfühlt, dass ich es kaum aushalten kann. Worte gibt es nicht dafür. Keine Beschreibung wird dem Zauber gerecht, den du auf mich ausübst.

Wenn du in meiner Nähe bist, werde ich nervös und unsicher. Ich möchte alles richtig  machen, doch selbst die einfachsten Aufgaben bekomme ich dann nicht mehr hin. Auch das ist ein schönes Gefühl. Es ist nichts Schlechtes daran. Es gehört dazu. Ich genieße meine Unsicherheit. Die süße, köstliche Angst nicht gut genug für dich zu sein.

Wenn ich dich ansehe, bin ich gebannt von deiner Ausstrahlung. Die Macht unserer Verbindung nehme ich fast physisch wahr. Es ist unglaublich. Du machst mich still und sanft und anschmiegsam. Dann fühle ich mich wie ein kleines Mädchen, dessen größter Wunsch es ist, dir zu gefallen und dir gehorsam zu sein. Manchmal versuche ich mich etwas zu wehren. Weil ich Angst habe, dass ich langweilig bin, wenn ich es dir zu leicht mache. Doch die Versuche scheitern kläglich.

Ich werde immer tun, was du willst. Es fällt mir überhaupt nicht schwer. Es kostet mich keine Überwindung. Es ist selbstverständlich. Es ist kein Spiel. Es ist was es ist und dafür gibt es keine Worte. Herr, sklavin, Devotion, Dominanz, BDSM: Das alles sind nur leere Begriffe, die das, was ich für dich empfinde nicht benennen können. Es ist so viel mehr, so viel tiefer.

Wenn wir miteinander spielen. Wenn du mich schlägst, wenn du mich demütigst, wenn du mich fickst. Dann ist das SM. Doch unser Spiel hört damit nicht auf. Es ist immer da. Zu jeder Zeit. Nur ist es dann kein Spiel mehr. Es ist unsere Beziehung und das, was wir füreinander sind.

Ich möchte, dass es dir gut geht. Dass du glücklich bist. Für mich bist du der wundervollste Mensch auf dieser Welt. Du bist mein Freund, mein Partner und mein Herr. Du bist der Eine. Der einzige, den ich möchte. Wo unsere gemeinsame Reise hingeht, weiß ich nicht. Aber das ist auch gar nicht wichtig. Wichtig ist nur, dass wir uns jetzt haben. Für jeden Moment, den ich an deiner Seite verbringen darf, bin ich dankbar. Die Erinnerungen an diese Momente hüte wie einen kostbaren Schatz, den mir niemand mehr nehmen kann.

 

 

 

 

Geflüsterte Befehle

Der Plug ist schon eine Weile raus. Es hat geblutet, aber nur ein kleines bisschen. Nicht schlimm. Eigentlich beunruhigen mich Verletzungen. Diesmal erfüllt mich eine kindliche Freude, die ich gar nicht so richtig erklären kann. Ich weiß, es hat etwas damit zu tun, dass es Spuren von ihm sind. Nur was genau, das verstehe ich nicht. Würde ich ihm das jetzt sagen, würde er vermutlich antworten, ich solle mich einfach so akzeptieren, wie ich bin. Aber das tue ich ja schon.

Trotzdem ist es immer wieder verwirrend. Die Gefühle sind intensiv. Die Demut und die Hingabe. Manchmal wirkt er so stark und so erfahren. Er spielt auf meinem Körper, wie auf einem Instrument. Er weiß immer genau, was er tun muss. Er weiß immer genau, wo ich gerade bin. Viel mehr, als ich selbst es weiß. Dann hört er auf, weil er meint, dass ich genug habe. Obwohl ich noch viel mehr will. Lag es das letzte Mal an dem Schweiß? Aber ich schwitze doch immer, wenn ich geschlagen werde? Erst danach wird es schön. Dann fange ich an zu fliegen. Zumindest war das früher so.

Ich habe ihn beobachtet, während er mich bespielt hat. Er war wunderschön. Mein Räuber. Dann ein leises „Dreh dich um!“ und ich habe meinen Blick von ihm lösen müssen, um ihm zu gehorchen. Wer begreift die verdrehte Romantik eines solchen Augenblicks? Die Magie, wenn geflüsterte Worte zu einem Befehl werden, dem ich mich niemals widersetzen würde? Die Innigkeit, die Macht und Ohnmacht zwischen zwei Menschen entstehen lassen kann? Das Vertrauen. Die Zärtlichkeit in der Gewalt. Wie könnte das jemand anderes verstehen, wenn ich selbst es doch nicht kann?

Er fickt meinen Kopf genauso hart wie meinen Körper. Treibt mich mit meiner Geilheit in besinnungslosen Wahnsinn. Lässt mich spritzen, wenn er es will. Und ich kann ihm nur dabei zusehen. Gebannt und gefesselt von der Magie seines Spiels. Er bezwingt mich nicht, er führt mich. Immer tiefer hinein in meine eigenen Abgründe, wo nur er mich beschützen kann. Wo ich mich an ihm festhalte. Frei in meinem Verlangen. Frei meine geheimsten Sehnsüchte auszuleben. Mit ihm.

Seit wir uns vorgestern gesehen haben, denke ich ununterbrochen an Sex. An geflüsterte Befehle. An Schmerz. An meine Demut. Mein Po tut noch immer etwas weh. Süße Erinnerungen an drei schöne Tage. Ich genieße meine Sehnsucht. Das Kopfkino. Ich spüre die Blicke fremder Männer auf mir, wenn meine Gedanken in der Öffentlichkeit abschweifen. Als würden sie mir meine unanständigen Fantasien ansehen. Und vielleicht ist es auch wirklich so. Ich habe das Gefühl, dass mein Blick sanfter geworden ist. Meine Stimme leiser, meine Bewegungen ruhiger. Die Demut einer sklavin kann wunderschön sein. Vielleicht ist es wirklich so, aber vielleicht bilde ich es mir auch nur ein.

 

 

Der Plug und die Sklavin Teil 2

Es kann so anders sein. Ich weiß, ich soll den großen, aufblasbaren Plug für dich tragen. Davor habe ich Angst. Ich bin nicht gedehnt. Tatsächlich ist es Monate her, dass ich einen Plug getragen habe. Und ich bin doch so eng. Ich weiß, es wird gleich weh tun. Doch ich weiß auch, dass es schön wird, sobald der Schmerz nachlässt. Ich vertraue dir.

Wir gehen ins Schlafzimmer, wo die Spielzeuge auf mich warten. Ich bin unsicher, nervös. Einen kurzen Moment bleibe ich vor deinem Bett stehen und warte auf das, was geschehen wird. Dann befiehlst du mir mit leiser Stimme mich auf das Bett zu hocken. Natürlich gehorche ich und präsentiere dir meinen Po. Da ist kein Widerstand in mir. Die Angst ist nur ein sanftes Rauschen. Vielmehr Aufregung, als wirklich Angst. Es kostet mich keine Überwindung, meinen Körper zu entspannen. Darin bin ich geübt. Soetwas verlernt man nicht. Doch diesesmal ist es so viel leichter. Ich spüre deine Gegenwart hinter mir, obwohl du mich noch gar nicht berührst. Es ist ein schönes Gefühl. Mit gespreizten Beinen hocke ich auf dem Bett und warte. Ich sehe nicht, was du machst, aber das ist auch gar nicht wichtig.

Ein leises Klacken verrät mir, dass du einen Verschluss geöffnet hat. Das Gleitmittel. Es blubbert laut, als du den Inhalt der Tube hinausdrückst. Gleich ist es soweit. Dann spüre ich eine deiner Hände auf meinen Po. Der Plug ist glitschig und kalt. Du redest mit mir während du ihn langsam in mein enges Loch schiebst. Deine Stimme ist ruhig und sanft. Beruhigende Worte, die mir Mut machen. Ich konzentriere mich viel mehr auf den Klang deiner Stimme, als auf die Worte selbst. Fast zärtlich gibts du mir Anweisungen, wie es es leichter für mich wird. Ich lasse mich fallen. Presse meinen Po dem Plug entgegen, so wie du es mir sagst. Er dringt tiefer und tiefer in mich ein. Nur manchmal tut es etwas weh. Am schlimmsten ist der Moment, in dem die breiteste Stelle in mir verschwindet. Ein kurzer beißender Schmerz, der durch den ganzen Körper geht. Darauf war ich vorbereitet. Ich bin froh, dass ich es geschafft habe, entspanne mich.

Dann pumpst du ihn etwas auf, nur ganz leicht, und stellst die Vibration ein. Es ist das erste mal, dass ich einen Plug mit Vibration trage. Das Gefühl ist intensiv, dringt durch mich hindurch. Lässt mich feuchter werden. Die Fernbedienung und die Pumpe von dem bösen Ding steckts du mir in die halterlosen Strümpfe. Ich stehe auf und lächele dich unsicher an. Du erwiderst mein Lächeln, nimmst mich in den Arm und küsst mich. Ich liebe die Wärme, mit der du mich führst. Diese stille Dominanz. Das natürliche Machtgefälle. Es war noch nie ein Spiel zwischen uns, sondern der einfache Ausdruck dessen, was wir füreinander sind. Du befiehlst und ich gehorche. Kein Zwang, das wird auch niemals nötig sein. Denn du siehst mich und holst nur das hervor, was in mir verborgen ist.

Ich gehe in die Küche, um weiter für uns zu backen. Der Plug vibriert in mir. Es fällt mir schwer, mich auf die einzelnen Arbeitsschritte zu konzentrieren, obwohl ich sie so gut kenne. Ich will zu dir, deine Nähe spüren. Ungeduldig bringe ich die Arbeit hinter mich. Versuche, nichts zu vergessen und nebenbei aufzuräumen. Den Plug spüre ich bei jeder Bewegung. Mal angenehm, mal unangenehm. Mal lässt er mich unvermittelt zum Orgasmus kommen. Ich bin so nass, dass es aus mir heraustropft und an meinen Beinen hinabläuft. Endlich ist alles erledigt und ich kann zu dir. Ich bringe dir ein Bier, knie mich vor dich auf den Boden und massiere dir die Füße. Fußball läuft, aber das interessiert mich nicht. Ich habe nur Augen für dich. Meine Geilheit quält mich. Lässt mich zwischendurch zucken und immer wieder kommen. Es ist ein schlimmes, schönes Gefühl.

Nach ein paar Stunden wird es anstrengend, den Plug zu tragen. Ich merke, dass mein Po schon ganz wund ist. Vorsichtig frage ich, ob du etwas Luft ablassen kannst. Das war keine gute Idee. Denn jetzt nimmst du die Pumpe und siehst mich an. Du lächelst.

„Du möchtest weniger Luft?“, fragst du mich. Ich nicke und schaue demütig auf den Boden vor dich. Dann fängst du an zu pumpen. Weiter und weiter. Bis ich das Gefühl habe zu explodieren.

„Nein, bitte nicht!“, wimmere ich. Ich halte es kaum aus.

„ich könnte jetzt auch das hier machen.“, sagst du und der Plug in mir dehnt sich noch weiter aus.

„Ja, mein Herr.“, hauche ich atemlos.

„Oder, das hier.“ Ich weiß nicht was schlimmer ist: Das Geräusch oder das Gefühl beim erneuten Pumpen. Obwohl ich das Gefühl habe, nicht mehr auszuhalten, geht es doch irgendwie. Demut erfüllt mich. Süße, köstliche Demut. Es ist nicht die Pumpe in deiner Hand, die dir diese Macht verleiht. Du bist es selbst. Ich wimmere und presse meinen Körper gegen dein Bein. Meinen Kopf an deinem Oberschenkel. Deine Nähe tut gut. Dein Geruch. Die Wärme deines Körpers. Ich fühle mich geborgen. Wie sehr mir dieses Gefühl gefehlt hat. Ein paar Mal wiederholst du dieses Spiel. Dann schenkst du mir ein wenig Ruhe bevor es weitergeht …

 

Mein Körper ist ein mieser Verräter

Eigentlich weiß ich nicht, ob ich das überhaupt noch kann. Er hat mir weh getan. Nicht mit seinem Stock oder einem der anderen Spielzeuge. Sondern wirklich. Ich habe Angst, es nochmal so weit kommen zu lassen. Und trotzdem gehe ich heute mit unsicheren Schritten auf die vertraute Tür zu. Nur etwas trinken und reden. Mehr nicht. Es ist bereits dunkel. Autos fahren auf der großen Straße an mir vorbei. Das Licht der Scheinwerfer lässt bizzare, sich bewegende Schatten entstehen, die mit ihren langen Klauen nach mir zu greifen drohen. Es wäre ja überhaupt nicht schlimm, wenn ich es nicht mehr könnte. Menschen verändern sich. Ich ziehe die schwere Tür auf und gehe hindurch. Hinein in die alte Welt. Fort von den Erinnerungen. Sie bleiben draußen, denn an diesen Ort dürfen sie mir nicht folgen.

Ich muss Lächeln. Ein vertrautes Gesicht, warme Augen. Es kommt mir vor, als seien wir uns in einem anderen Leben begegnet und ein bisschen ist es ja auch so. Wir begrüßen uns. Eine kurze Umarmung. Lachen. Die Freude, die ich empfinde, ist echt. Ein schönes Gefühl. Die Zeit bleibt einen Augenblick lang stehen. Einen Augenblick der Ruhe, die ich bei ihm schon immer habe finden können. Dann begrüße ich die anderen. Setze mich zu ihnen an den Tresen. Wir reden und trinken. Alles ist, wie es immer war. Nur ich bin eine andere. Ein bisschen.

Ich sehe es an seinem Blick als er aufsteht. Seine Augen funkeln hungrig. Mit einer schnellen Bewegung ist er an dem Barhocker auf dem ich sitze. Schmerzlich wird mir bewusst, dass ich noch nicht so weit bin. Wieso noch? Eben war ich mir doch nichtmal sicher, ob ich es überhaupt je wieder sein würde.

Die Zweifel verfliegen in dem Moment, in dem er zupackt und meinen Kopf zu sich zieht. Er steht hinter mir. Ist mir ganz nah. Eine Hand in meinen Haaren. Die andere an meinem Hals. Sein Unterarm presst meinen Rücken unnachgibig gegen seinen festen Oberkörper. Ich bin gefangen. Und ergebe mich.

Dann geht alles ganz schnell. Steve kommt dazu. Der Reißverschluss meines Kleides geht auf. Es fällt auf den Boden. Nackt bis auf die halterlosen Strümpfe stehe ich zwischen beiden. Sie sehen mich an. Ein Teil von mir schämt sich, möchte sich bedecken. Doch das werden sie mir nicht erlauben. Er zieht mich wieder auf den Barhocker. Überall spüre ich Hände. Zwischen meinen gespreizten Schenkeln. An meinen Brüsten. In meinem Mund. Ich entspanne meinen Hals und lasse die gierigen Finger tiefer in mich gleiten. So tief bis ich nicht mehr atmen kann. Würgen muss ich nicht. Zumindest nicht so schnell. Erstaunt stelle ich fest, dass man das wohl nicht verlernt. Es ist so lange her.

Ich weiß nicht, wer von beiden an meinen Brüsten spielt. Ich weiß nicht, wer von beiden in mir ist. Ich löse mich in dem Moment auf. In meiner Lust, die mich zucken lässt. In dem Schmerz, der mich wimmern lässt. Wenn sie zupacken und in meine Nippel kneifen. Wenn sie mich schlagen. Wenn sie mich würgen. Einer von beiden fingert mich tief und schnell. Ich spüre wie sich mein Körper verkrampft und es immer nasser zwischen meinen Beinen wird. Aus weiter Ferne höre ich ein leises „Du spritzt ja, du Sau.“

„Das kann ich gar nicht“, antworte ich und weiß, es ist gelogen.

„Und was ist das dann?“

„Das bin nicht ich, das ist mein Körper!“, erwidere ich trotzig. Ich höre ein leises Lachen und ärgere mich. Sie machen sich über mich lustig! Doch die Wut verfliegt so schnell, wie sie gekommen ist. Mein Körper hat sich verselbstständigt. Windet sich in seiner Geilheit, lässt mich spritzen. Hat die Kontrolle übernommen. Ich lasse es zu. Will mich nicht dagegen wehren. Es fühlt sich gut an. So gut. In einem weiteren Orgasmus bäume ich mich auf. Dabei rutsche ich vom Barhocker und lande in seinen starken Armen, die mich ganz fest halten.

„Alles gut“, flüstere ich so leise, dass nur er mich hören kann.

„Wirklich?“

„Ja“

Vorsichtig zieht er mich auf die Beine. Langsam kehrt mein Bewusstsein zurück. Ich weiß, dass ich es wieder können werde. Dass es immer noch in mir ist. Vielleicht brauche ich noch etwas Zeit. Jemanden, der mich führt. Jemanden, der mich beschützt. Jemanden, der mir meine Angst nimmt. Jemanden, der mich vergessen lässt, was geschehen ist. In meinem tiefsten Inneren bin ich aber diejenige geblieben, die ich immer war. Eigentlich wollte ich genau das gar nicht mehr wollen. Doch mein Körper ist ein mieser Verräter. Er will es und ich werde folgen.

 

Ich sehe dich, mein Herr

Ich sehe dich, mein Herr. Langsam spannst du dein filigranes Netz und ich bewundere die Schönheit deiner Bewegungen. Ich weiß, du willst mich fangen. Ich weiß, ich sollte mich fürchten. Stattdessen erstarre ich und lasse das Unvermeidliche geschehen. Du und ich wir folgen unserer Natur. Du bist der Jäger und ich bin deine Beute. Ich kenne dich, obwohl wir uns noch nie begegnet sind. Eine sklavin erkennt ihren Herren.

Du flüsterst meinen Namen und für mich hört es sich so an, als hörte ich ihn zum ersten Mal. Ich will glauben, du hast ihn mir gerade erst gegeben. Die Sehnsucht nach einer Berührung wird unerträglich. Ich senke meinen Blick und gehe vor dir auf die Knie. Luft strömt durch halb geöffnete Lippen in meinen Körper und entweicht mit einem lustvollen Seufzer. Dann spüre ich deine Hand an meiner Wange. Mit sanftem Druck befiehlt sie mir, dich anzusehen. Du lächelst zufrieden. Meine Demut gefällt dir.

Der Schmerz kommt plötzlich, obwohl ich darauf vorbereitet war. Deine Augen glänzen unergründlich. Schnell bringe ich meinen Kopf wieder in Position, um den nächsten Schlag zu erwarten. Meine Wange brennt. Nicht so sehr, dass ich weinen müsste. Es ist ein schönes, warmes Brennen. Ich bekomme Gänsehaut und ein Zittern geht wie eine Welle durch mich hindurch. Du schlägst mich nochmal. Und nochmal. Dann gehst du einen Schritt rückwärts, betrachtest mich, meine geröteten Wangen.

„Und?“ höre ich deine leise Stimme mahnend sagen. Ich weiß sofort, was du von mir willst.

„Danke, mein Herr!“, hauche ich mit bebender Stimme und bekomme ein zufriedenes Lächeln von dir als Belohnung. Du gehst zu dem großen Sessel in der Ecke und lässt dich hineinfallen. Mit einer angedeuteten Bewegung zeigst du auf einen Platz zu deinen Füßen. Ich krabbele dorthin und bleibe auf meinen Knien an deiner Seite. Du streichelst mein Haar. So sanft, dass es mir fast ehrfürchtig erscheint. Ich genieße die Ruhe, mit der du mich führst. Die Liebe, die du mir schenkst. Ich weiß, du bereitest mich vor. Du schenkst mir das Vertrauen, dass ich für dein Spiel benötige.

Irgendwann stehst du auf und gehst aus dem Raum. Als du wiederkommst hast du einen Koffer dabei. Mit wenigen griffen befestigst du die schwere Kette an meinem Halsband, Manschetten um Handgelenke und Füße. Dann kommt der aufblasbare Knebel, die Klemmen für meine Nippel. Ich weiß, dass bald jede Bewegung einen empfindlichen Schmerz durch meinen Körper jagt und ich habe Angst. Die Kette in deiner Hand klirrt bedrohlich, als du sie straffer ziehst, so dass mein Hals nach oben gezogen wird. In der anderen Hand hälst du den Rohrstock, das böse Instrument mit dem du gleich auf mir spielen wirst.

„Sag mir, dass du mich liebst.“ Deine Stimme ist noch immer so ruhig und ganz freundlich. Natürlich will ich gehorchen, aber durch den Knebel gebe ich nur unverständliches Gebrabbel von mir. Du lachst.

„Rede deutlich, wenn du mit deinem Herrn sprichst.“ Dann kommt der erste heftige Schlag auf meinen nackten Po. Nur ein einziger Schlag. So doll, dass er mir Tränen in die Augen treibt. Ich wimmere leise und stelle erschrocken fest, dass du den Knebel noch weiter aufgepumpt hast. Dein Spiel hat angefangen.

„Nochmal.“ Der Befehl dringt aus weiter Ferne zu mir durch. Ich habe Angst.

Fortsetzung folgt …

 

Der böse Prinz

Mal etwas ganz anderes und ich bin gespannt, wie ihr darauf reagiert. Natürlich bekommt ihr bald wieder eine der gewohnten Geschichten… Über Feedback freue ich mich 😛

Eins

Sie schlug die erste Seite des Buches auf, das vor ihr lag. Sie hatte es in einer kleinen Buchhandlung entdeckt. Eigentlich war der Einband ganz unscheinbar. Sehr sinnlich, aber nicht aufdringlich. Sie wusste nicht, warum sie es in die Hand genommen hatte. Demut stand in großen Lettern auf dem Cover. Etwas hatte sie in ihrem Innersten berührt. Sie konnte nicht genau sagen, was es war, vielleicht eine heimliche Sehnsucht. Ein Gefühl, dass ihr etwas fehlte und dieses kleine, unscheinbare Büchlein schien zu wissen, was es war. Es handelte von einer Frau, die sich freiwillig zur Sklavin eines Mannes ausbilden ließ. Das wollte sie selbst nun wirklich nicht. Und doch war sie neugierig. Sie fühlte sich komisch, als sie es auf den Tresen legte, um es zu bezahlen. Irgendwie ertappt. Auch auf der Straße spürte sie die Blicke der Leute auf sich, als wüssten sie genau, was sie da gerade gekauft hatte. Jetzt war sie in der Sicherheit ihrer eigenen vier Wände und begann zu lesen…

Es war einmal…

Diese Geschichte ist kein Märchen. Die Prinzessin wird nicht gerettet. Der Prinz ist dunkel und böse. Es gibt auch kein Schloss, sondern nur einen Keller. Und dort, in den Tiefen der inneren Abgründe, geht es um Schmerz und Kontrollverlust, um Angst und Erniedrigung, um Dominanz und Unterwerfung. Doch wo kein Schatten ist, gibt es auch kein Licht und manchmal wird wahre Stärke erst aus großer Schwäche geboren. Diese Geschichte ist kein Märchen und doch liebe ich meinen Prinzen. Er legt mir die Welt zu Füßen, um mich darauf knien zu lassen. Demütig empfange ich ihn und lasse ihn über mich herrschen. Meine Krone ist der Schmerz und mein Thron die Hingabe. Mein Platz ist auf dem Boden vor ihm. Dort finde ich meinen Stolz und meine Würde. Der Weg an diesen Ort führt durch einen dunklen Wald. Ängstlich gehe ich die ersten Schritte, doch sie werden immer fester. Kein Ungeheuer kann mich Schrecken, denn es sind nur meine Ängste, die im Schatten auf mich lauern. Er hält mich an der Hand und führt mich an ihnen vorbei. Zu mir selbst.

Meine Reise beginnt nicht heute. Sie begann vor vielen Jahren mit einem Mann. Ich war 17 und er war 32. Voll Ehrfurcht hat er mich drei Jahre lang erniedrigt. Er hat mir alles gezeigt, was ich über meinen Körper weiß. Kann etwas falsch sein, wenn es sich so richtig anfühlt? Er hat mich in eine Welt von Sinnlichkeit und Ekstase geführt. Mein Verlangen geweckt. Es steckt in jedem von uns. Manchmal ganz tief, auf einen Impuls wartend, den Dornröschenkuss. Bei mir war dieser Kuss bitter-süß. Unter Leid und Demütigungen habe ich ihn empfangen. Willig.

Es fing ganz harmlos an. Auf einer Party. Er hatte mich schon den ganzen Abend mit seinem hungrigen Blick taxiert. Wie ein Raubtier, das sich an seine Beute heranpirscht. Ich habe mich etwas gesträubt. Ich fand, er wirkte ziemlich arrogant. Es hat mich provoziert, trotzig gemacht. Kurze Zeit später waren wir in meinem Schlafzimmer.

„Rasiert du dich immer so?“ fragte er mich mit einem milden und amüsierten Lächeln.

Ich wurde rot. Ich hatte nicht alles rasiert. Musste denn wirklich alles enthaart werden?

„Mach du es doch, wenn es dir nicht gefällt“, antwortete ich trotzig.

Ich wusste ja nicht, wie es richtig ging. Das wollte ich mir aber vor ihm nicht eingestehen.

„Darf ich denn?“ Seine dunklen Augen glühten.

Später sollte ich diesen Blick noch lieben lernen. Jetzt machte er mich ein wenig unsicher. Die Vorstellung von ihm rasiert zu werden, löste ein Gefühl der Verlegenheit in mir aus. Ich empfand Scham. Scham, dass ich so unerfahren war und Scham darüber, dass ich gleich breitbeinig vor ihm lag. Ihm alles präsentierte. Dennoch ging ich in das Badezimmer. Brav brachte ich ihm den Rasierer, Schaum und eine Schale mit Wasser. Danach legte ich mich auf das Handtuch, das ich auf dem Bett ausgebreitet hatte und spreizte meine Beine für ihn. Langsam und zärtlich verteilte er den Rasierschaum zwischen meinen Schenkeln.

„Sei bitte vorsichtig!“ sagte ich ängstlich. Was, wenn er mich verletzte?

„Hab keine Angst. Ich werde dich nicht schneiden, meine Süße. Ich passe auf dich auf.“ Versprach er mir mit ruhiger Stimme.

Etwas brachte mich dazu ihm zu vertrauen. Ob das klug war, wusste ich nicht. Ich entspannte mich und beobachtete ihn dabei, wie er anfing den Rasierer über meine Haut gleiten zu lassen. Es wirkte, als wäre er ein dunkler Priester, der ein heiliges Ritual vollzog. Seine Augen brannten vor Ehrfurcht und Geilheit. Ich spürte die Klingen an meinen äußeren Schamlippen. Ein falscher Druck und er hätte mich geschnitten. Ob es sehr weh tat? Ich wusste es nicht und wollte nicht darüber nachdenken. In seinen Augen las ich Leidenschaft und auch etwas Boshaftes. Ich hatte Angst davor, aber konnte mich seiner Magie nicht entziehen. Es fühlte sich gut an, wie er die Haut zwischen seinen Fingern spannte. Manchmal blickte er auf und sah mir in die Augen, als blickte er durch sie direkt in meine Seele. War er ein böser Engel, oder der Teufel selbst? Es war unheimlich, angsteinflößend. Ich fühlte mich wie ein Beutetier, das gerade den hungrigen Jäger entdeckt hatte. Doch bevor der Fluchtreiz einsetzen kann, kommt immer ein Moment der Schreckstarre und dann ist es oft schon zu spät.

„Es gefällt mir dein Fötzchen für mich vorzubereiten. Ich werde dir zeigen, wie du es selbst machen musst. Du willst es doch lernen?“ Er blickte mich eindringlich an.

Dann streichelte er zärtlich über meinen Venushügel und meine Schamlippen bis zu meinem Po. Hatte er gerade Fötzchen gesagt? Ich war mir nicht sicher, ob mir dieses Wort gefiel. Doch etwas in seiner Stimme, wie er es gesagt hatte, berührte mich. Ich erhob keinen Einspruch, ließ geschehen, was er mit mir machte.

„Ich werde dir noch viel mehr zeigen.“ Fügte er leise hinzu. Es klang wie eine Drohung, aber das war mir egal. Seine Berührungen wurden fordernder und ich stöhnte auf.

„Das gefällt dir, oder? Wie feucht du bist.“, grinste er mich an.

Er streichelte mich und griff hin und wieder kräftig mit seinen großen Händen zu. Fast tat es ein bisschen weh, aber die Lust durchströmte meinen Körper. So intensiv, dass ich auch seine Grobheit genoss. Seine Hände wanderten heiß und brennend über meinen Körper zu meinen Brüsten. Dann packte er zu. So fest. Ich blickte ihn vor Schreck wütend an, aber entspannte mich gleich wieder. Es war gut. Auch als er meine Nippel zwischen Daumen und Zeigefinger nahm und sanft zukniff, genoss ich das leichte Ziehen in meinem Körper. Sein Grinsen machte mich wieder unsicher. Er wirkte, als wüsste er etwas, das mir selbst nicht klar war. Es brachte mich dazu, mich klein und unbedeutend zu fühlen. Warum mochte ich das bloß so sehr?

Er saugte jede meiner Bewegungen mit seinen Augen auf. Es machte mich an, wie er meine Ekstase beobachtend, seine Finger in mich schob. Ich stöhnte und wand mich unter seinen erfahrenen Händen. Ich wollte ihn in mir spüren, hätte fast alles dafür getan. Er lächelte. Er hatte mich genau da, wo er mich haben wollte. Langsam glitten seine Finger aus mir heraus. Nein, bitte nicht aufhören!

„So, und jetzt du.“ Sagte er auffordernd.

„Ich möchte, dass du meinen Schwanz in den Mund nimmst. Machst du das für mich? Kannst du das schon?“ fragte er.

Ich nickte demütig. Ich war aufgeregt und wollte nichts falsch machen. In diesem Moment hatte er mich das erste Mal unterworfen. Ganz leicht hatte er unsichtbare Fäden um mich gesponnen, meine Bereitschaft zur Hingabe entdeckt. Ich kniete mich zwischen seine Beine, nachdem er sich auf den Rücken gelegt hatte. Leicht mit dem Oberkörper gegen die Wand gelehnt, um mich zu betrachten. Sein Schwanz war so hart und groß. Ich legte eine Hand um ihn und fing an zu lutschen. Meine Lippen schlossen sich um die heftige Erektion und ich ließ meine Zunge beim Blasen an ihr entlangfahren, presste sie dagegen oder führte sie in sanfter Liebkosung auf und ab. Ich versuchte auf seine Reaktion zu achten, wie es ihm gefiel. Ich war mir nicht sicher, ob ich alles richtig machte. Er gab mir leise Anweisungen. Sagte mir, wie er es gern hatte. Ich folgte seinen Befehlen. Sein fester Blick auf mir gab mir Sicherheit und ich erwiderte ihn, während sein Schwanz in meinen Mund glitt. Er schien es zu mögen, wenn ich ihn dabei ansah, deswegen tat ich es. Es war schön zu beobachten, wie er mich genoss. Ich verlor mich völlig darin, ihn zu verwöhnen. Seine Hand lag auf meinem Kopf und manchmal zog er an meinen Haaren, drückte meinen Kopf tiefer runter, ganz vorsichtig. Doch so vorsichtig sollte er nicht immer bleiben.

„Das macht dir ja richtig Spaß.“ Stellte er anerkennend fest.

„Jetzt hast du dir meinen Schwanz auch verdient.“

Ich hasste ihn für seine Arroganz. Zumindest hielt ich es damals für Arroganz. Warum sagte er die ganze Zeit solche Sachen? Auf eine seltsame Art gefiel es mir. Ich war so geil auf ihn. Sehnte mich danach, ihn in mir zu spüren. Ich ahnte bereits, dass er mich in seiner Hand hatte. Er wusste genau, was er machen musste, um bestimmte Reaktionen in mir hervorzurufen. Er beobachtete mich in allem, was ich tat. Ich hatte schon einen Freund vor ihm, aber so war es noch nie. Noch nie hatte ich eine solche Lust empfunden. Aber ich hatte auch etwas Angst vor ihm. Ich wusste nicht warum, aber bald schon sollte ich es herausfinden. Er drückte mich auf den Rücken. Sein Blick war so wild und hungrig, als trüge er gerade einen Kampf mit sich aus. Er kämpfte wirklich, zitterte am ganzen Körper, als er seinen Schwanz in mich drückte. Ganz langsam immer tiefer. Ich liebte jeden Zentimeter. Es war nicht so, wie ich es kannte. Kein Rein-Raus-Spiel. Es war viel mehr als das. Bald war er langsam und zärtlich, bald fordernd und fest. Manchmal auch etwas grob, aber nie zu grob. Noch nicht.

Das war mein erstes Mal mit einem dominanten Sadisten. Ich wusste es nicht, auch später nicht. Er hat mir nie gesagt, was wir da machen. Er hat sich Zeit gelassen und mich langsam an alles gewöhnt. Wirkliche Dominanz kann sehr geduldig sein. Sie zwingt nicht. Sie kontrolliert. Ergreift Chancen und Momente auf die sie ruhig hinarbeitet. Ich habe es geliebt. Wäre ein anderer Mensch aus mir geworden, wenn ich ihm nicht begegnet wäre? Ich glaube nicht. Es ist immer in mir gewesen. Er hat es nur hervor geholt. Natürlich hat er damit einen Grundstein gelegt. Mit 17 war ich noch keine vollständig ausgebildete Persönlichkeit. Ich musste mein wahres Ich noch entdecken. Das hat er unangetastet gelassen. Er hat mich nur in meiner Selbstfindung etwas geführt, meine Bereitschaft zur Hingabe gefördert. Ich denke, es gehört einfach zu meinem Charakter. Ebenso, wie mein Humor, meine Neugier und meine Abenteuerlust. Es steckt in jedem von uns. Eine Leidenschaft, die vielleicht nicht mit den Vorgaben unserer Gesellschaft konform ist. Wir haben viele Techniken entwickelt, diese Bedürfnisse so zu kanalisieren, dass sie mit dem sozialen Umfeld im Einklang sind. Doch am Ende des Tages, wenn es dunkel und still um uns wird, merken wir es. Etwas fehlt. Nicht alles lässt sich kontrollieren. Es sucht sich seinen Weg.

Als kleines, unerfahrenes Mädchen habe ich ihn kennengelernt. Er hat mich zur Frau gemacht. Als es auseinanderging, war ich eine hungrige Wölfin unter unschuldigen Schafen. Ich wusste es nicht. Ich wollte immer nur gefallen und meine Partner befriedigen. Erst viel später begriff ich, dass das Devotion ist. Die Lust am Dienen und Benutztwerden. Für viele Männer war ich eine sexuelle Offenbarung. Hemmungslos und wild. Doch für mich gab es keine Befriedigung mehr, bis ich endlich ihn kennenlernte: Meinen Herrn. Ihm werde ich noch viel mehr geben. Er soll mich ganz besitzen. Ich werde ihm über meine Grenzen hinweg folgen, um ihm irgendwann auch mein letztes Tabu zu schenken. Das ist mein Weg. Er wird das beenden, was vor langer Zeit begonnen hat. Intensiver als ich es jemals für möglich gehalten hätte. Manchmal frage ich mich, ob die Motten wissen, dass sie verbrennen werden, sobald sie bei dem Licht ankommen. Haben sie Angst?

Fortsetzung folgt….

Update – Das Leben der Sklavin

Hallo ihr Lieben und Bösen,

es ist hier lange nichts passiert und das hat seine Gründe. In der Zwischenzeit haben mein Herr und ich geheiratet. Natürlich habe ich seinen Namen angenommen! Jetzt darf ich mich glückliche Ehe-Sklavin nennen. Es ist schon seltsam, wie das Leben manchmal spielt 😉 Ich habe eigentlich nie so richtig übers Heiraten nachgedacht und mittlerweile ist die Ehe Alltag.

Wobei sich unser Alltag von dem anderer Ehen (ich schreibe bewusst nicht „normaler“) unterscheidet. Sobald bei uns etwas Ruhe eingekehrt ist, lasse ich euch an der ein oder anderen Episode daraus teilhaben 😛

Bis dahin werdet ihr Teile meines unveröffentlichten Roman-Manuskriptes zu lesen bekommen. Da ich nun ein größeres Projekt umsetzen muss, finde ich leider keine Zeit mehr dafür. Ich hoffe er gefällt euch!

Liebste Grüße,

Eure Anima

Gefangen und ausgeliefert

Heute lasse ich euch an meinem Kopfkino teilhaben… Diese kleine Geschichte ist so (noch) nicht passiert, obwohl ich mich aus meiner Vergangenheit hab inspirieren lassen. Das ist schon eine Weile her und ich war noch ganz am Anfang meines Weges 😉

Ich spüre einen kleinen Streifen Leder über meine Haut gleiten. Ein Schweißfilm hat sich auf ihr gebildet. Die Berührung ist ganz sanft und lässt mir einen Schauer über den Rücken laufen. Ich bekomme Gänsehaut. Das Leder wandert von meinem Po aufwärts, die Wirbelsäule entlang, zwischen meinen Schulterblättern hindurch. Ich freue mich über die Liebkosung. Die Ruhe in seinem Spiel.

Wieder einmal schweigt er einfach und genießt die Verunsicherung, die dieses Schweigen in mir auslöst. Meine Muskeln sind angespannt. Ich warte auf den Schmerz. Ich sehne mich danach und doch fürchte ich mich davor. Ich hocke auf allen Vieren auf dem Boden. Metallscharniere sind an ihm befestigt. Sie haben sich um meine Hand- und Fußgelenke geschlossen.

Am Anfang habe ich versucht, mich daraus zu befreien. Er hat über mir gestanden und leise gelacht, bevor er schließlich die Ledermaske über meinen Kopf gestreift hat. Dann hat er die vielen, breiten Riemen daran zugezogen. Ganz vorsichtig. Fast ehrfürchtig. Es liegt immer eine seltsame Bewunderung in der Art wie er mich behandelt. Als wäre ich sein kostbarster Besitz. Ich mag dieses Gefühl. Es macht mich stolz.

Die dicken Polster über meinen Ohren schirmen die Geräusche nicht völlig ab. Sicher wird er das korrigieren lassen. Nur drei kleine Löcher sind in der Maske. Zwei für die Nase, eines für den Mund. Gerade groß genug, dass ein Strohhalm hindurch passt. Die einzig größere Öffnung ist am Hinterkopf für meinen Zopf.

„Hörst du mich?“ Hatte er gefragt. Einen kurzen Moment war ich versucht, mich ganz still zu verhalten. Mir nicht anmerken zu lassen, dass ich jedes Wort und sogar seine Schritte wahrnahm. Allerdings war ich gerade nicht in der Position meinen Herrn an der Nase herumzuführen. Er hätte es ohnehin herausgefunden und die Strafe wäre hart gewesen. Also habe ich genickt.
„Nun“, hatte er erwidert „damit werden wir heute leben müssen.“
Dann hat er angefangen mich mit der Gerte zu streicheln. Noch kein Schlag ist heute auf meine Haut getroffen. Das Warten zerreißt meine Nerven. Die Maske ist warm und stickig. Ich muss mich sehr auf meine Atmung konzentrieren, damit ich ausreichend Sauerstoff zur Verfügung habe.

Plötzlich hören die zarten Berührungen auf. Durch die Polster höre ich, wie sich seine gedämpften Schritte von mir entfernen. Wo willst du hin, mein Herr? Die aufkeimende Verzweiflung verwandelt sich in Wut. Nur damit ich mich gleich darauf dafür schäme. Es steht mir nicht zu, wütend auf meinen Herrn zu sein.

Es kommt mir wie eine Ewigkeit vor bis er endlich zurück ist. Automatisch dreht sich mein Kopf in die Richtung aus der seine Schritte kommen. Dabei fällt mir ein, dass ich ja gar nichts sehen kann. Der Schmerz kommt unerwartet. Ein Schlag. Gnadenlos hart. Mein Po brennt heftig und das Metall meiner Fesseln gräbt sich tief in mein Fleisch, als ich zusammenzucke. Ein erstickter Schrei dringt aus der dicken Maske hervor. Ich verliere die Kontrolle über meine Atmung. Panik. Ich bekomme nicht genug Luft durch die winzigen Löcher. Er muss es gemerkt haben, denn sofort liegen seine starken Arme um meine Schultern.

„Atme!“ brüllt er mich an. Na klar. Das ist einfach gesagt. Mir fallen die vielen Riemen ein, mit der die Maske gesichert ist und ich bekomme noch mehr Angst. Es würde ewig dauern, mich aus dem Leder zu befreien. Kurz verliere ich mich in meiner Panik, doch dann dringt seine Stimme durch den dichten Nebel der Angst in mein Bewusstsein.

„Durch die Nase ein. Durch den Mund aus. Ja, so ist es gut. Braves Mädchen.“ Seine Stimme ist ruhig und fest. So gut es geht drücke ich meine nackte Haut gegen seinen festen Körper. Ich spüre seine Muskeln unter dem Anzug. Ich fühle mich wieder sicher.

„So, dann können wir ja jetzt anfangen.“, sagt er bestimmt.
Oh Gott, was hat er vor? Ich höre einen Koffer schnappen. Er kramt darin. Auf einmal zieht er einen meiner Nippel lang. Eine Klammer beißt scharf hinein. Ich wimmere verzweifelt. Auch bei der Zweiten. Der Schmerz geht wie elektrischer Strom durch meinen Körper. Dann sind die Schamlippen dran. Ich hasse Klammern an den Schamlippen. Am Schlimmsten ist der Moment, in dem sie abgemacht werden. An den Nippeln mag ich es, aber was spielt es schon für eine Rolle, was ich möchte? Die einzelnen Klammern verbindet er mit Kettchen, so dass es leicht spannt. Ich versuche mich auf meine Atmung zu konzentrieren.

„Du bist wunderschön“, flüstert er mir ins Ohr, bevor er etwas in meinen Po schiebt. Es ist kalt und dünn. Ich kenne das Gefühl. Es ist ein Analhaken, der jetzt mit meinem Zopf verbunden wird. Ich muss meinen Kopf weit nach hinten strecken, damit es nicht ganz so schlimm ist. Überall an meinem Körper zieht es. Meine Nippel und Schamlippen brennen. Nur langsam wird der Schmerz etwas dumpfer. Ich zerre an meinen Fesseln. Als ob das etwas bringen würde.

„Bitte…“, flüstere ich erstickt in die Maske.
„Wie bitte? Du solltest deutlich sprechen, wenn du etwas von deinem Herrn möchtest.“ Ich höre das Grinsen in seiner Stimme. Verdammter Sadist. Ein Klaps mit der Gerte verleiht seiner Forderung Nachdruck. Der Schlag war nicht ganz so hart. Vermutlich möchte er sicher sein, wie ich in dieser Haltung reagiere. Er wird es immer weiter ausreizen.
„Bitte…“, keuche ich lauter.
„Bitte, was? Bitte, fick mich? Das werde ich gleich, süße sklavin. Ich werde meinen harten Schwanz in dein offenes Loch stoßen. Tief und hart. Wie schön du es mir präsentierst. Denk daran, Haltung zu bewahren. Das macht es leichter für dich.“

Ein Gürtel geht auf, dann ein Reißverschluss. Mehr höre ich nicht. Dazu sind die Polster an meinen Ohren zu dick. Ich konzentriere mich auf meine Muskeln. Ich muss jeden einzelnen nutzen, wenn ich das überstehen möchte. Ich fühle ihn an meinem verräterischen Fötzchen, aus dem der Saft tropft. Der erste Stoß ist hart. Die Erschütterung lässt die Klammern erst richtig schmerzen. Tränen schießen mir in die Augen. Mein Loch tropft weiter. Jetzt fängt sein Spiel erst richtig an…

Die sklavin kehrt zurück

Mit demütigem Blick bitte ich um Verzeihung, dass ihr so lang nichts von mir gehört habt 😉 Nach ein paar Wochen der Krankheit, einer beruflichen Umorientierung und einem Umzug habe ich nun endlich wieder die Zeit, euch mit schönen und fiesen Geschichten zu erfreuen. Es hat sich einiges getan und ich habe auch bald ein schickes Foto für euch 🙂

Vor einiger Zeit hat mein Herr mir meinen maßangefertigten Halsreif umgelegt. Natürlich möchte ich euch diesen Anblick nicht vorenthalten…  Ich bin gespannt wie ihr ihn finden werdet!

In einer Woche ist der Umzug endlich überstanden und dann wird es wie gewohnt einen Artikel pro Woche geben. Überwiegend natürlich erotische Geschichten, aber auch Gedanken zu BDSM.

Bis bald,

eure Anima

Aftercare

BDSM beinhaltet immer ein Spiel mit Grenzen. Es kann gut gehen, es kann aber auch schief laufen. Das ist nicht ungewöhnlich und im Prinzip Tagesordnung. Doch viele glauben, dass es nur die Bottoms betrifft. Diese Annahme ist ebenso falsch, wie gefährlich. Was, wenn Top sich mit einer Situation konfrontiert sieht, der er sich nicht gewachsen fühlt? Wie geht er damit um? Ich kenne einige Herren, denen genau das widerfahren ist. Das Problem ist, dass der Aktive zu jederzeit die Kontrolle über sich selbst, die Sub und natürlich die Situation behalten muss. Ansonsten kann es zu schlimmen physischen als auch psychischen Folgen kommen. Es kann auch passieren, dass durch die falsche Handhabung einer Situation, das Vertrauensverhältnis nachhaltig beeinträchtig wird. All das gilt es zu vermeiden.
Ich bin ein großer Fan davon, dass Sub notfalls in der Lage ist, sich selbst aufzufangen. Es ist nicht ihr Job, aber zwingend erforderlich. Schöner ist es natürlich, wenn ihr Top das leistet. Doch auch er ist nur ein Mensch und kann sich mal überschätzen – auch wenn er bestrebt sein sollte, das zu vermeiden. Dieser Leitfaden soll für beide Seiten Gefahren aufzeigen und einen möglichen Umgang damit verdeutlichen.

Wenn Aftercare nicht mehr möglich ist

Es ist nicht immer vorher klar, wo tatsächliche Grenzen liegen. Die menschliche Psyche ist komplex und so kann an jeder Ecke ein Stolperstein liegen, über den ein Herr fallen kann. Eine Bekannte hat ihrem Spielpartner vor einiger Zeit einen Arm gebrochen, als er eine ihrer Grenzen durch Zufall entdeckt hat. Das ist natürlich ein Extremfall und kommt zum Glück selten vor. Es ist das Wurst-Käse-Szenario: der Top hatte weder die Kontrolle über die Situation, noch über sich selbst, noch über die Sub. Aftercare bringt hier rein gar nichts mehr. Was im Detail geschehen ist, spielt keine Rolle. Er könnte jetzt sagen, sie sei verrückt und hätte ein Problem. Wahrscheinlich hätte er damit sogar Recht, doch das mindert sein eigenes Versagen nicht im Geringsten. Schuldzuweisungen sind an der Stelle dennoch komplett falsch. Das ist das Risiko von BDSM und dem Spiel mit Grenzen. Darüber muss sich jeder im Klaren sein, der sich darauf einlässt. In der Regel ist es halt nur nicht so krass.

Aftercare ist Priorität

Üblicherweise läuft es harmloser ab: Bottom stürzt ab, fängt an zu weinen und es geht scheinbar nichts mehr. Das ist nicht ungewöhnlich und kann bei jeder Session geschehen. Gemeinsam können beide schauen, ob eine Pause reicht oder ob der Abend besser Arm in Arm vor dem Fernseher verbracht werden sollte. Es ist jedoch auch möglich, das Sub plötzlich nicht mehr ansprechbar ist, oder hysterisch wird. Das passiert sogar recht häufig. Spielpartner haben da natürlich einen anderen Umgang als richtige Partner. In beiden Fällen gilt: Aftercare hat Priorität! Das könnt ihr tun:

Das kann der Top machen

Lieber Top, du hast eine Neigung, die mit sehr viel Verantwortung einhergeht. Bitte sei dir dessen bewusst. Manche glauben, sie seien dominant, weil sie Befehle bellen (Faustregel für die unerfahrene Sub: Je lauter sie brüllen, desto weniger dürft ihr euch auf sie einlassen…). Dominanz hat etwas mit Kontrolle, Feingefühl und Verantwortungsbewusstsein zu tun. Das sind die Fähigkeiten, die ein Herr bei sich selbst pflegen und fördern sollte. Das ist die Basis, die ihn befähigt mit Grenzen zu spielen.

Kontrolle ist Sache des Herrn

Es gibt Spielarten, die das nicht ganz ermöglichen. Wenn du etwas machen möchtest, musst du dich vorher über die Risiken informieren. Als Beispiel gibt es Fesselungen, durch die Bottom sich bei Bewegungen selbst stranguliert. Geiles Kopfkino (für mich), doch sehr schwierig. Ich kenne keinen Top, der sich darauf einlassen würde. Aus dem einfachen Grund, dass es etwas ist, was sie nicht kontrollieren können. Ein Herr gibt keine Kontrolle ab 😉

Ein guter Top ist emphatisch

Beherrscht du diesen Punkt, benötigst du Feingefühl. Eine Session ist etwas sehr intimes. Ganz gleich, ob es nur ein einmaliges Spiel ist, oder innerhalb einer langfristigen Beziehung stattfindet. Es geht um Vertrauen und den Austausch von Macht. Willst du diese Macht über ein anderes Leben haben, musst du die Verantwortung dafür tragen können. Halte Körper- und Blickkontakt. Schlägst du sie von hinten, geh zwischendurch vor sie und schau ihr für einen Moment in die Augen. Sind sie geschlossen, bitte Sub sie zu öffnen und mach erst weiter, wenn du siehst, dass alles gut ist. Reagiert sie? Ist ihr Blick klar? Kreislauf stabil? Ist sie ansprechbar? Du musst darauf achten! Außerdem macht es das Spiel schöner, intensiver und wertvoller 😉

Übernimm Verantwortung

Du behältst die Kontrolle und stellst es durch Empathie sicher? Okay, dann bist du schon ganz gut. Jetzt musst du noch das mit der Verantwortung hinbekommen. Selbst, wenn du alles richtig gemacht hast, kann etwas schief laufen. Wichtigste Regel: Ruhe bewahren! Es reicht, wenn einer die Nerven verliert. Brich das Spiel ab, hol ein Glas Wasser, umarme sie, streichle sie. Sollte sie nicht mehr reagieren, Vitalwerte überprüfen. Im Zweifel Krankenwagen rufen. Jetzt ist Nähe wichtig. Wenn sie dich wegstößt, respektiere das und gib ihr zu verstehen, dass du da bist, wenn sie es möchte. Nimm nichts persönlich. Deine Ruhe wird irgendwann auf sie übergreifen. Wenn du dich überfordert fühlst, reiß dich zusammen. Sie fühlt sich nicht besser und ihr müsst das gemeinsam ausbaden. Das hast du hingenommen, als du dich darauf eingelassen hast. Solltest du Termine haben, verschiebe sie. Das Fass, das du geöffnet hast, musst auch du wieder schließen.
Es kann Situationen geben, in denen du an deine Grenzen gerätst. Obwohl du alles richtig machen wolltest, konntest du das nicht. Ist das Kind erst in den Brunnen gefallen, redet miteinander. Sobald es eben geht. Ganz in Ruhe. Du bist auch nur ein Mensch, vergiss das nicht 😉

Das kann Sub machen

Ich gebe gern Verantwortung ab. Das ist einer der Vorteile am Sklavin-Sein. Manche verfallen jedoch in den Irrglauben, sie hätten auf passiver Seite gar keine Verantwortung mehr. Es tut mir Leid dich enttäuschen zu müssen – du trägst eine Menge Verantwortung. Zunächst für das Wohlbefinden deines Herrn. Es ist die Pflicht einer Sklavin dafür zu sorgen. Doch gerade meine ich nicht das ;-P Auch für dich selbst solltest du Verantwortung tragen können. Es kann sein, dass du an ein Arschloch gerätst. Dann musst du rechtzeitig die Reißleine ziehen können. Suche dir andere Submissive, mit denen du dich austauschst.

Vorsorge ist manchmal besser als Nachsorge

Augen auf bei der Wahl des Partners. Lasse dich nur auf ein Spiel mit jemandem ein, den du schon kennst. Das erste Treffen sollte an einem öffentlichen Ort stattfinden. Bevor du dich allein mit jemandem triffst, lass dich covern. Du brauchst seinen vollen Namen, seine Telefonnummer und seine Anschrift. Natürlich auch die Anschrift von dem Ort, an dem ihr euch trefft. Vereinbare mit einer Freundin ein Codewort dafür, dass alles gut ist. Zu einem verabredeten Zeitpunkt ruft sie dich an und wenn du nicht das richtige Wort sagst, informiert sie die Polizei.

Kommunikation ist alles

Rede mit deinem Top. Sag ihm, wenn sich etwas komisch oder nicht gut anfühlt. Es kann sein, dass er darüber hinweggeht und im besten Fall weiß er dann genau, was er da gerade macht. Trotzdem ist es wichtig, da er nicht immer in dich hineinschauen kann. Auch wenn er es versucht, er ist nur ein Mensch und kann Fehler machen. Manchmal reicht es schon, ihm hinterher zu sagen, dass etwas nicht ganz okay für dich war. Im Zweifel musst du das entscheiden. Vereinbart im Vorfeld, wie ihr damit und mit Notfällen umgeht.

Aftercare ist nicht nur Sache des Tops

Entweder will er dich nicht auffangen, oder er kann es nicht. In beiden Fällen, musst du für dich selbst sorgen können. Weine, wenn nötig und rede mit ihm, wenn er da ist. Brauchst du Abstand, oder brauchst du Nähe? Fühl in dich hinein und finde heraus, was dir gerade gut tut. Sei dir im Klaren darüber, dass du gerade in einer Extremsituation bist und du eventuell anders reagierst als sonst. Trink einen Schluck Wasser und atme tief durch. Rede mit ihm über das, was du brauchst. Ist er ein guter Top, wird er darauf eingehen.
Ist etwas schief gelaufen und die Wogen sind geglättet, redet ganz in Ruhe miteinander. Verarbeitet die Situation gemeinsam und trefft Vorsorge für das nächste Mal. Es ist ganz normal, dass sowas geschieht. Ihr müsst nur damit umgehen können.